Erden

In unseren vorhergehenden Themen haben wir uns intensiv mit den Pflanzen von der Aussaat über Wachstumshilfen bis hin zum Pflanzenschutz beschäftigt. Jeder Landschaftsbauer, Landwirt und Gärtner achtet bei der Anzucht oder dem Erwerb von Pflanzen auf Qualität. Sie sollten kräftige Triebe haben, einen gesunden Stamm aufweisen und die meisten und schönsten Blüten besitzen. Viele denken dabei nicht an den Boden, wo diese Pflanzen wachsen und gedeihen sollen, vernachlässigen ihn gar und wundern sich, dass die so prächtige Pflanze nun dahin kümmert bzw. keinen Ernteerfolg verspricht.

Eine gute Pflanze gedeiht nur, wenn sich ihre Wurzeln gut entwickeln können, dass heißt, wenn sich die Pflanze in ihrem Bodensubstrat wohl fühlt. Nun ist der Boden, auf dem die Pflanze gedeihen soll nicht immer der geeignetste. Wenn die Pflanze in ihrem Beet Staunässe erhält faulen die Wurzeln ab und die Pflanze geht ein. Jede Pflanze benötigt ein optimal abgestimmtes Mikroklima, Luft und hohe Luftfeuchtigkeit sowie ein lockeres Substrat, welches Wasser sowohl speichern kann, aber auch zu vieles Wasser ableiten kann. Das Substrat im Boden sollte der Pflanze die benötigten Nährstoffe geben, so dass sich die Pflanze über das Wurzel- und Blattwerk entwickeln und Wind und Wetter trotzen kann.

Substrate werden aus verschiedenen Erden zusammengestellt und durch Beimischung von Nährstoffen ergänzt. Erdhaltige Substrate unterteilen sich in Haupterde, Hilfserde und den Zusatzstoffen, die dann zusammen die Betriebserde bildet. Zu den Haupterden zählen unter anderem Kompost-, Mistbeet und Lauberden. Zugemischte Hilfserden sind Moorerden, Nadelerden oder Heideerden. Beimischungen zu den Haupt- und Hilfserden sind Urgesteinmehl, Algenkalk, Holzkohle, Lehm, Ton, Sand und Ziegelsplitt. Erden, die einen niedrigen pH-Wert haben, wurden mittels Vertorfung hergestellt. Hierzu dienen Nasstorfe aus Moorerden und Trockentorfe aus Lauberden. Bei den Blumenerden sind in der Regel Kalk und Düngemittel gleich beigemischt und bilden mit Torf und den Zusatzstoffen das Kultursubstrat.

Jede Pflanze braucht seine Erde, die Mischung macht's! Erden mit einem etwas höheren pH-Wert eigenen sich gut für tropische und subtropische Gewächse. Saure Erden werden von der Camelia, Azalee, Primula und Gesneria bevorzugt. Speziell bei Aussaaten, Rosen, Kakteen, Orchideen, Wasser- und Zitruspflanzen sind geeignete Erden wichtig um ihre natürliche Umgebung nachzuempfinden.

Einige wichtige Grundregeln sind bei der Behandlung des Bodens im eigenen Garten zu beachten, denn die Erde kann nicht jedes Jahr komplett ausgetauscht werden. Das Erdreich sollte nur mit einer Grabgabel gelockert werden. Ein abgeernteter Boden sollte nicht zu lange brach liegen. Eine Zwischennutzung durch Gründüngung, die nach dem Aufgehen untergegraben wird, ist empfehlenswert. Sie verhindert nicht nur Unkraut, sondern gibt dem Boden seine krümelige Struktur zurück. Vergessen Sie auch nicht das Mulchen, es verhindert das schnelle Austrocknen im Wurzelbereich und hält die Wärme aus dem Erdreich zurück. Und als letzen wichtigen Punkt ist die Einhaltung der Fruchtfolge zu nennen. Ein Wechsel der Gartenfrüchte verhindert die Bildung von Krankheiten und Schädlingen.

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